Shopify

Shopify oder WooCommerce? Ein ehrlicher Vergleich für Gründer

Von Alexander Hartleb15.10.20263 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Shopify ist die bessere Wahl, wenn du schnell, sicher und ohne Technik-Wartung verkaufen willst. WooCommerce lohnt sich, wenn du bereits eine WordPress-Website hast, maximale Freiheit brauchst und dich um Hosting, Updates und Sicherheit kümmern kannst.

Transparenz: Storecraft baut Shopify-Shops. Ich versuche trotzdem, beide Systeme fair zu vergleichen.

Der grundlegende Unterschied

Shopify ist eine gehostete Komplettlösung: Du mietest den Shop, Shopify kümmert sich um Server, Sicherheit, Updates und Checkout. WooCommerce ist ein kostenloses Plugin für WordPress: Die Software kostet nichts, aber Hosting, Wartung und Erweiterungen organisierst du selbst.

Vergleich auf einen Blick

Kriterium Shopify WooCommerce
Start Sehr schnell, alles vorkonfiguriert Hosting, WordPress und Plugins einrichten
Laufende Kosten Monatliche Gebühr + Zahlungsgebühren Hosting + kostenpflichtige Erweiterungen
Wartung & Sicherheit Übernimmt Shopify Deine Verantwortung (Updates, Backups)
Checkout Sehr ausgereift, Shop Pay, Express-Zahlungen Abhängig von Plugins und Zahlungsanbieter
Flexibilität Groß, aber innerhalb der Plattform Nahezu unbegrenzt (Open Source)
Inhalte & Blog Gut, aber einfacher Sehr stark (WordPress)
Skalierung Ohne Serverwechsel Hosting muss mitwachsen

Kosten realistisch verglichen

WooCommerce wirkt günstiger, weil die Software kostenlos ist. In der Praxis kommen dazu: gutes Hosting, ein Premium-Theme, Plugins für Rechnungen, Zahlungen, Versand und Rechtssicherheit sowie die Zeit für Updates. Shopify hat eine feste Monatsgebühr (Basic: 32 € pro Monat bei monatlicher Zahlung, Stand Oktober 2026), dafür deutlich weniger Wartungsaufwand.

Faustregel: Wenn deine Zeit Geld wert ist und du keine Technik-Person im Team hast, ist Shopify über das Jahr gerechnet meist die entspanntere und oft auch günstigere Lösung.

Wann Shopify die bessere Wahl ist

  • Du willst in Tagen statt Wochen starten.
  • Du hast keine Lust auf Server, Updates und Sicherheitslücken.
  • Du verkaufst physische Produkte, Dienstleistungen oder Abos und willst einen erprobten Checkout.
  • Du willst später wachsen, ohne die Technik umzubauen.

Wann WooCommerce die bessere Wahl ist

  • Du hast bereits eine starke WordPress-Website mit viel Inhalt.
  • Du brauchst sehr spezielle Funktionen, die es als Shopify-App nicht gibt.
  • Du oder dein Team könnt Hosting, Updates und Backups zuverlässig betreuen.

Und was ist mit Wix, Jimdo & Co.?

Baukästen eignen sich für sehr kleine Sortimente und einfache Websites. Wer ernsthaft online verkaufen und später mit Werbung skalieren will, stößt dort schneller an Grenzen – vor allem bei Checkout, Apps und Tracking.

Häufige Fragen

Kann ich später von WooCommerce zu Shopify wechseln?

Ja. Produkte, Kunden und Bestellungen lassen sich mit Import-Tools übernehmen. Weiterleitungen alter Adressen sind wichtig, damit Google-Rankings erhalten bleiben.

Gehört mir mein Shopify-Shop?

Ja, Inhalte, Kunden- und Bestelldaten gehören dir und lassen sich exportieren. Die Plattform selbst mietest du.

Ist Shopify für Österreich geeignet?

Ja. Shopify unterstützt Euro, deutsche Sprache, gängige österreichische Zahlungsarten wie Kreditkarte, PayPal, Klarna und eps sowie Versand in die EU.

Alexander Hartleb

Gründer von Storecraft, Shopify Partner aus der Steiermark. Baut Shopify-Shops für Gründer und Unternehmen in Österreich und Deutschland.

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